Münchener Post - Trotz Gewaltexzessen in Frankreich: Macron beginnt mehrtägigen Besuch in Golfstaaten

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Trotz Gewaltexzessen in Frankreich: Macron beginnt mehrtägigen Besuch in Golfstaaten
Trotz Gewaltexzessen in Frankreich: Macron beginnt mehrtägigen Besuch in Golfstaaten / Foto: Benoit Tessier - POOL/AFP

Trotz Gewaltexzessen in Frankreich: Macron beginnt mehrtägigen Besuch in Golfstaaten

Trotz schwerer Ausschreitungen bei den landesweiten Protesten in Frankreich ist Präsident Emmanuel Macron zu einem geplanten Besuch in mehrere Golfstaaten aufgebrochen. In Kuwait wurde er am Montag von Emir Meschal al-Ahmed Al-Dschaber Al-Sabah empfangen. Weitere Stopps der mehrtägigen Reise sind die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Katar.

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Ziel der Reise sei eine Stärkung der "wirtschaftlichen und verteidigungspolitischen Partnerschaften" sowie die Vereinbarungen über Lieferungen von Diesel und Öl, erklärte die französische Präsidentschaft. Der französische Staatschef wird am Golf unter anderem von Führungskräften der beiden größten französischen Energiekonzerne TotalEnergies und Engie begleitet.

Vor seinem Abflug nach Kuwait hatte Macron betont, der Besuch sei notwendig, um "unsere Versorgung zu sichern". Sorge über die gestiegenen Kraftstoffpreise seien auch von den Demonstrierenden zum Ausdruck gebracht worden.

Schülerproteste gegen Missstände im französischen Bildungssystem waren am Samstag in einen landesweiten Aktionstag gegen "das teure Leben" gemündet, zu dem die Gelbwesten-Bewegung und zahlreiche andere Organisationen aufgerufen hatten. Es kam zu teils schweren Ausbrüchen von Gewalt, zu Plünderungen sowie Angriffen auf Rathäuser und Polizeistationen.

Macrons Auslandsreise zum jetzigen Zeitpunkt könnte laut dem französischen Verfassungsexperten Benjamin Morel einerseits "den Eindruck von Normalität vermitteln". Sie könne aber auch "weltfremd wirken und eine Art Machtvakuum nahelegen", sagte er.

Die Treibstoffpreise waren in der Folge des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs in die Höhe geschnellt. Angesichts dessen hatten die G7-Staaten unter dem Vorsitz Frankreichs Anfang Oktober bereits die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren Reserven vereinbart.

A.Weber--MP