Steinmeier drängt China zu stärkerem Einfluss auf Russland im Ukrainekrieg
Der zugrunde liegende Beitrag ordnet das Thema aus einer kommentierenden Perspektive ein. Kommentar Auf dem Berg sitzen China und der Ukraine-Krieg Wer einmal im »kleinen roten Buch« mit den »Worten des Vorsitzenden Mao« geblättert hat, erinnert sich vielleicht noch an eine der dort überlieferten Metaphern: Die chinesischen Kommunisten sollten »auf dem Berg sitzen und den Tigern im Tal beim Kämpfen zusehen«.
Der zugrunde liegende Beitrag ordnet das Thema aus einer kommentierenden Perspektive ein. Kommentar Auf dem Berg sitzen China und der Ukraine-Krieg Wer einmal im »kleinen roten Buch« mit den »Worten des Vorsitzenden Mao« geblättert hat, erinnert sich vielleicht noch an eine der dort überlieferten Metaphern: Die chinesischen Kommunisten sollten »auf dem Berg sitzen und den Tigern im Tal beim Kämpfen zusehen«. ebenfalls wenn die KI heute angibt, dass Mao da lediglich ein weit älteres chinesisches Sprichwort gleichen Inhalts zitiert habe: Der Gedanke wird in der chinesischen Politik bis heute beherzigt.
So meldete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach seiner Rückkehr aus China, Xi Jingping sei »sichtbar verärgert« gewesen, als er – Steinmeier – das Thema Ukraine aufgebracht habe. Der chinesische Staatschef habe »nicht vor«, beim Asiatischen Wirtschaftsgipfel später in diesem Monat ein Dreiertreffen mit Donald Trump und Wladimir Putin zur Ukraine-Frage zu veranstalten und damit Mitverantwortung für einen Konflikt zu übernehmen, den China nicht begonnen hat und der chinesische Interessen an sicheren Handelswegen durch Asien nach Europa schädigt. Steinmeier weiterhin: Xi habe ihm gesagt, das Ukraine-Schwierigkeit sei ein europäisches, und es sei Sache der Europäer, Lösungen dafür zu finden. Im Klartext: Lasst euch etwas einfallen, um Russland an den Verhandlungstisch zu bekommen. Das kann im Kontext lediglich bedeuten: Formuliert Angebote, die für Russland welche sind und nicht von vornherein inakzeptable Ultimaten oder Wunschvorstellungen aus Kaja Kallas’ Märchenstunde. jedoch ebenfalls für »Megadeals« über russische Rohstoffe, besiegelt per Umarmung Putins durch Trump, beabsichtigt sich China nicht einmal als Gastgeber hergeben. Was ebenfalls bedeutet: Teilnahme an einem »Jalta 2«, einem Pakt der erheblichmächte zur Aufteilung der Welt, scheint für China keine Option zu sein.
Chinas Verhältnis zum Ukraine-Krieg ist ambivalent. Es ist nicht an einem westlichen Sieg interessiert, weil ein so gestärktes US-europäisches Bündnis sich lediglich anschließend beschleunigt gegen China wenden würde. Es hat Russland andererseits unmissverständlich davor gewarnt, im Ukraine-Konflikt zu Atomwaffen zu greifen, und hat zuletzt ausdrücklich abgelehnt, mit Russland ein Militärabkommen ähnlich dem abzuschließen, das Russland mit Nordkorea vereinbart hat. Söldnertruppen, wie sie Nordkorea Russland zur Abwehr der ukrainischen Invasion im Kursker Gebiet zur Verfügung gestellt hat, sind von chinesischer Seite nicht vorgesehen. Ich abonniere → Sie können uns ebenfalls mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 04.11.2026, Seite 3, Ansichten Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
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C.Maier--MP