Erste Pleite: Kaiserslautern bremst Kloses FCN aus
Kein Mohamed Ali Zoma, keine Tore: Miroslav Klose ist mit dem 1. FC Nürnberg im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga ausgerechnet vom 1. FC Kaiserslautern ausgebremst worden. Der Club kassierte ohne seinen verletzten Torjäger durch das 0:1 (0:0) in einem temporeichen Topspiel die erste Saisonpleite und verpasste es, den Anschluss an den Spitzenreiter Hertha BSC zu halten.
Die Pfälzer, für die Klose einst auf Torejagd gegangen war, zogen nach Punkten mit dem zweitplatzierten FCN gleich (beide 18) und eroberten Relegationsrang drei. Erencan Yardimci (58.) erzielte den Siegtreffer für die Gäste. Der Rückstand des Verfolgerduos auf die Berliner beträgt sieben Punkte. Für Nürnberg war es bereits das dritte Spiel in Folge ohne Sieg.
Die Franken mussten zu Beginn der Woche einen Schock verdauen: Zoma, der sich im Auswärtsspiel bei Energie Cottbus (1:1) verletzt hatte, fällt aufgrund einer Schulter-Operation mindestens bis zur Winterpause aus. Der italienische Neu-Nationalspieler war mit seinen Toren Garant für den Aufschwung beim Club.
In der Anfangsphase machte sich das Fehlen bemerkbar. Lautern legte stark los und erspielte sich mehrere Chancen. Erst der Lattenkopfball von Eric Porstner (19.) wirkte wie ein Weckruf für Kloses Team. Rayan Ghrieb (23./45.+2) und Piet Scobel (29.) scheiterten danach am starken FCK-Torhüter Julian Krahl.
Nach der Pause lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Scobel (47./54.) ließ zwei FCN-Großchancen liegen, auf der Gegenseite traf Thierry Tazemeta (48.) den Pfosten. Yardimci, den FCK-Coach Torsten Lieberknecht zur Pause gebracht hatte, machte es besser und traf per Kopf. Allerdings humpelte der Torschütze wenig später verletzt vom Rasen. Auch in der Schlussphase ging Nürnberg zu fahrlässig mit mehreren hochkarätigen Möglichkeiten um.
A.Kenny--MP