Münchener Post - Tapsoba leitet Comeback ein: Bayer wendet Pokal-Blamage ab

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Tapsoba leitet Comeback ein: Bayer wendet Pokal-Blamage ab
Tapsoba leitet Comeback ein: Bayer wendet Pokal-Blamage ab / Foto: INA FASSBENDER - SID

Tapsoba leitet Comeback ein: Bayer wendet Pokal-Blamage ab

Der Kapitän geht voran: Bayer Leverkusen hat ein blamables Pokal-Aus dank "Torjäger" Edmond Tapsoba gerade noch abgewendet. Die Werkself drehte einen 0:2-Rückstand gegen den aufmüpfigen 1. FC Nürnberg nach einem Ecken-Doppelpack ihres Kapitäns in ein 5:2 (1:2) und zog zum vierten Mal in Folge ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Der Club von Trainer Miroslav Klose konnte sich für eine starke Leistung nicht belohnen.

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Innenverteidiger Tapsoba (41., 49.), Edel-Joker Patrik Schick (70./Foulelfmeter), Jonas Hofmann (78.) und Lucas Vásquez (89.) sorgten für die Wende zugunsten der Werkself, die nach der 0:3-Niederlage bei der TSG Hoffenheim in der Bundesliga in die Erfolgsspur zurückfand - über weite Strecken aber eine dürftige Vorstellung zeigte. Doch Bayer entwickelt sich immer mehr zur Pokal-Mannschaft: Der Double-Gewinner von 2024 hat in den vergangenen drei Jahren immer mindestens das Halbfinale des Wettbewerbs erreicht. Rafael Lubach (14.) und Sigurd Haugen (30.) ließen den Club von der Überraschung träumen, der Tabellenzweite der 2. Bundesliga konnte aber auch das vierte Pflichtspiel in Serie nicht gewinnen.

Nach der bitteren Pleite bei der TSG Hoffenheim und dem Ende der sechs Spiele währenden Siegesserie rotierte Leverkusens Trainer Carles Martínez kräftig durch; unter anderem Torjäger Schick nahm zunächst auf der Bank Platz. Dafür bekam Kreta-Held Hofmann nach seinem Doppelpack in der Europa League vor knapp einer Woche die nächste Bewährungschance.

Doch Bayer war zunächst in der Defensive gefordert, die Nürnberger liefen früh an. Die erste Chance der Partie hatte aber der Favorit: Nathan Tella köpfte nach einer Flanke von Lucas Vázquez nur knapp vorbei (11.). Doch dann wurde Bayer kalt geduscht: Lubach schoss nach schöner Kombination flach aus 18 Metern ein.

Bayer versuchte zu antworten, in der neuformierten Offensive mit Tella in der Sturmspitze fehlte es aber häufig an der richtigen Abstimmung. Nürnberg blieb aggressiv und stellte die Rheinländer vor große Probleme. Und der Club konterte erfolgreich: Nach einem Fehlpass von Aleix Garcia schaltete Nürnberg schnell um, Haugen musste nach einem Querpass von William Böving nur noch einschieben.

Bayer wirkte kurz geschockt, bäumte sich aber noch vor der Pause auf: Tella scheiterte freistehend an FCN-Keeper Jan Reichert (40.); bei der anschließenden Ecke drückte Tapsoba den Ball mit der Schulter über die Linie.

Nach dem Seitenwechsel sollten die Leistungsträger Schick und Ibrahim Maza das Offensivspiel der Werkself beleben. Der Favorit drückte sofort mächtig auf den Ausgleich und kam zum 2:2: Tapsoba staubte nach einer Ecke ab. Leverkusen wollte mehr, ein Abschluss von Aleix Garcia wurde in letzter Sekunde geblockt (60.). Schick verwandelte dann einen an ihm verursachten Foulelfmeter sicher. Hofmann traf aus der Distanz, Vásquez per wuchtigem Volley.

L.Sastre--MP