Bisheriger Oppositionsführer ist erneut Regierungschef im Pazifik-Staat Fidschi
Nach einer turbulenten Parlamentswahl im Pazifik-Inselstaat Fidschi ist der bisherige Oppositionsführer Sitiveni Rabuka vom Parlament als neuer Regierungschef bestätigt worden. In einer geheimen Abstimmung votierten am Samstag nach Parlamentsangaben 28 Abgeordnete für ihn und 27 gegen ihn. Damit wurde der 74-Jährige knapp als Regierungschef bestätigt, er hatte dieses Amt früher schon einmal inne.
Rabuka löst den 16 Jahre lang amtierenden Ministerpräsidenten Frank Bainimarama ab. Der Machtwechsel hat auch über Fidschi hinaus politische Bedeutung: Bainimarama stand China nahe - Rabuka strebt eine größere Distanz zu Peking an.
Der aus über 300 Inseln bestehende Tropenstaat Fidschi hat weniger als eine Million Einwohner. Dennoch ist Fidschi einer der einflussreichsten Akteure im Südpazifik und hat eine gewichtige Stimme in der globalen Debatte über die Folgen des Klimawandels. So ratifizierte Fidschi, das bereits vom steigenden Meeresspiegel bedroht ist, 2016 als erster Staat der Welt das Pariser Klimaabkommen.
A.Gmeiner--MP