Münchener Post - Etwa 12.000 Teilnehmer bei "Streiktag Bildung" - weniger als von GEW angekündigt

München - 3°C

IN DEN NEWS

Etwa 12.000 Teilnehmer bei "Streiktag Bildung" - weniger als von GEW angekündigt
Etwa 12.000 Teilnehmer bei "Streiktag Bildung" - weniger als von GEW angekündigt / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Etwa 12.000 Teilnehmer bei "Streiktag Bildung" - weniger als von GEW angekündigt

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder haben sich am Donnerstag tausende Beschäftigte an Streiks im Bildungsbereich beteiligt. Nach Angaben der Bildungsgewerkschaft GEW folgten insgesamt fast 12.000 Beschäftigte dem Aufruf zu einem Streiktag Bildung. Damit fiel der Zulauf allerdings deutlich geringer aus als erwartet - die GEW hatte im Vorfeld mehrere zehntausend Teilnehmende angekündigt.

Textgröße:

Die GEW wollte mit den Streiks den Gewerkschaftsforderungen vor der nächsten Tarifrunde Nachdruck verleihen. Diese wollen sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich. GEW-Chefin Maike Finnern erklärte: "Die Beschäftigten im Bildungsbereich haben ein deutliches Signal gesetzt, dass die Arbeitgeber mit ihrer bisherigen Blockadeposition nicht durchkommen." In der nächsten Tarifrunde müsse ein Angebot vorgelegt werden, dass die Leistungen der Pädagoginnen und Pädagogen in Kitas, an Schulen und Hochschulen wertschätze.

Mit 3500 Streikenden gab es laut GEW in Berlin die größte Teilnehmerzahl. In Leipzig beteiligten sich demnach 3000 Beschäftigte, in Hamburg 2500, in Mannheim 2000 und in Köln 700.

Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar in Potsdam geplant. Es geht um die Gehälter von rund 2,6 Millionen Länder-Beschäftigten, von denen etwa die Hälfte im Bildungsbereich arbeitet. Vor der Verhandlungsrunde versuchen die Gewerkschaften, mit Streiks in verschiedenen Branchen Druck aufzubauen.

Die Länderfinanzminister wiesen die Forderungen der Gewerkschafter als überhöht zurück. Sie legten bisher kein eigenes Angebot vor, sondern nur einen sogenannten Einigungskorridor. Dieser sieht im Wesentlichen einen Inflationsausgleich bei einer Laufzeit von 29 Monaten vor.

I.Frank--MP