Münchener Post - Denk: Nächtliche Dopingkontrollen nun auch beim Red-Bull-Team

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Denk: Nächtliche Dopingkontrollen nun auch beim Red-Bull-Team
Denk: Nächtliche Dopingkontrollen nun auch beim Red-Bull-Team / Foto: Nicolás Carvalho Ochoa - picture-alliance/dpa/SID

Denk: Nächtliche Dopingkontrollen nun auch beim Red-Bull-Team

Die umstrittenen nächtlichen Dopingkontrollen bei der Tour de France gehen weiter. In der Nacht auf Dienstag hat es nun auch den deutschen Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe erwischt. "Auch wir sind heute Nacht besucht worden. Die Rennfahrer haben zum Teil schon geschlafen und haben die Kontrollen mitgemacht", berichtete Team-Manager Ralph Denk im ZDF-Morgenmagazin.

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"Es hindert natürlich schon die Regeneration", betonte Denk, signalisierte aber auch sein Verständnis für die Maßnahme: "Primär haben wir eine schwarze Vergangenheit im Radsport und deshalb ist es gut, dass hier kontrolliert wird", sagte der Vorgesetzte von Hoffnungsträger Florian Lipowitz und dem Gesamtzweiten Remco Evenepoel. "Dass tief in der Nacht kontrolliert wird, gibt das Reglement her. Es sorgt dafür, dass unser Sport sauber ist, dass er glaubhaft ist und deshalb gehört das auch dazu."

Der Zeitpunkt ist für das Team durchaus unglücklich. Am Dienstag steht das einzige Einzelzeitfahren der Rundfahrt an. Olympiasieger Evenepoel gilt als hoher Favorit auf den Tagessieg - er will seine Ambitionen im Kampf um das Podium in Paris untermauern.

Das deutsche Team ist nicht das erste, das bei der laufenden Tour zu später Stunde kontrolliert wurde. Bereits am Tag vor dem zweiten Ruhetag am Montag hatte das Thema für Aufsehen gesorgt. In der Nacht auf Sonntag waren sowohl Titelverteidiger Tadej Pogacar als auch der inzwischen mit einem Schlüsselbeinbruch ausgeschiedene Jonas Vingegaard aus dem Schlaf gerissen worden, um eine Probe abzugeben.

Anschließend übten mehrere Tour-Teilnehmer offen Kritik an dem Vorgehen der Kontrolleure. Pogacar drückte sein grundsätzliches Verständnis aus, bezeichnete die Kontrollen nach der 15. Etappe am Sonntag aber auch als "inhuman" und mutmaßte, dass der Schlafmangel zu Vingegaards folgenschweren Sturz in den Alpen beigetragen haben könnte.

Die verantwortliche "International Testing Agency" (ITA) verteidigte in einer Stellungnahme ihr Vorgehen. Auch nächtliche Kontrollen seien für ein wirksames Anti-Doping-Programm notwendig. Sie dienten dem Schutz der Integrität des Radsports, hieß es in einer Stellungnahme der Organisation.

F.Hartmann--MP