Chinesische Staatsmedien: Gedenkfeiern für Sturzflut-Opfer in Tibet abgehalten
Nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya sind in Tibet am Dienstag Gedenkfeiern für die Opfer abgehalten worden. In dem am stärksten getroffenen Kreis Gyirong in der Grenzregion zu Nepal gab es mehrere Trauerzeremonien, darunter an den Einsatzorten der Rettungskräfte, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. "Rettungskräfte, örtliche Behörden, und Bewohner standen schweigend da, um der Opfer zu gedenken", hieß es.
Vom Staatssender CCTV veröffentlichte Aufnahmen zeigen Soldaten, Ärzte und Rettungskräfte mit gesenkten Häuptern. Auch Bagger und ein schlammiger Fluss sind zu sehen.
Einsatzkräfte arbeiteten "rund um die Uhr" daran, eine wichtige Schnellstraße wieder zu öffnen, damit Hilfsgüter und Einsatzkräfte in die Region gebracht werden können, berichtete Xinhua. Die Schlammmassen hätten die Stromversorgung gekappt und einen Teil der Straße zerstört, hieß es weiter. Experten warnen derweil vor starken Regenfällen in den kommenden Tagen.
Tibet, eine autonome Region Chinas, ist für ausländische Journalisten weitgehend unzugänglich. Eine unabhängige Berichterstattung über das Ausmaß der Katastrophe ist somit nicht möglich.
Offiziellen chinesischen Angaben zufolge kamen bei der Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Tibet und Nepal auf tibetischer Seite 16 Menschen ums Leben, 546 Menschen werden demnach noch vermisst. Nepal gab die Zahl der Todesopfer am Dienstag mit 987 an und erklärte, mehr als 3900 Menschen würden noch vermisst.
Das Außenministerium in Peking erklärte, es werde eine zweite Ladung Hilfsgüter nach Tibet schicken, darunter Drohnen, DNA-Testgeräte und Wasseraufbereitungsausrüstung.
T.Murphy--MP